Wackel-Seele

Manchmal kommt sie langsam, die Wut. Beginnt mit einer vorgeschobenen Unterlippe und einem festen „Nein!“. Steigert sich, „Nein, das mach‘ ich nicht…das ess‘ ich nicht…das zieh‘ ich nicht an!“. Und manchmal packt der Zorn ganz unvermittelt zu, aus heiterem Himmel und unerwartet. Explosion, Schreien, Tränen, ein heraus geschmettertes“Scheiß-Mama!“…ein vor Wut geradezu bebendes Kind ist immer das Finale. Wackel-Seele weiterlesen

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Wandern mit Kindern: Burgruinen in den Nordvogesen

Strecke: ca. 8 km

Eine lohnenswerte Tour im Elsass, die super für Familien geeignet ist (nicht kinderwagentauglich)). Wir hatten zwar auf ein bisschen mehr Sonne gehofft, aber auch so war es sehr schön.

Alle Infos im Detail: Burgruinen in den Nordvogesen (Quelle: Outdooractive)

Der Weg führt ohne große Steigungen ausschließlich auf schmalen Fuß-/Wanderwegen durch den Wald. Immer wieder besteht die Möglichkeit, die Burgruinen zu erklimmen und tolle Ausblicke auf die Nordvogesen zu erhalten. Auch die Felsformationen sind echt beeindruckend, an einigen besteht die Möglichkeit zum Klettern.

Trotz des eigentlich sehr guten Wetters (15 °C, da kann man nicht meckern im November) war nicht allzu viel los. Start und Ziel ist am Gimbelhof, wo wir ohne Probleme einen Parkplatz bekamen. Von dort geht’s an einem großzügigen Spielplatz vorbei – der aber erst am Ende bespielt wurde 😊.

Die erste Burgruine ist Loewenstein. Steile Treppen belohnen die Wanderer mit einer super Aussicht. Kurz darauf geht es zur Hohenbourg, auch hier eine tolle Sicht. Danach folgt die Wegelnburg. Hier legten wir unsere Mittagspause ein. Gestärkt ging es erst ein Stück zurück und von dort über felsenreiche Bergrücken Richtung Burg Fleckenstein. Die Besichtigung dieser Burg kostet zwar etwas, lohnt sich aber durchaus. Wir haben sie heute aber ausgelassen (wir waren schon mal dort).

Hier hat man es dann fast schon geschafft. Über ein paar Wiesen kommt man zurück zum Ausgangspunkt Gimbelhof. Für uns Eltern gab’s nen Kaffee, die Kinder haben mich ein bisschen den schönen Spielplatz getestet und schon ging es Richtung Heimat. Wir hoffen auf noch ein paar schöne Wochenenden 😊.

Oktobergedanken

Zuviel Arbeit, zuviel los, immer von A nach B und dann wieder zurück…

„Du hast dein Orga-Mojo verloren“, sagte der Liebste mir.

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Wandern mit Kindern: Ruhestein – Darmstädter Hütte – Ruhestein

Goldene Schwarzwald-Tage

Strecke: ca. 10km

Schwierigkeit: leicht, wenig Höhenmeter (mit Sessellift)

Die wunderschönen Herbsttage laden so dazu ein, draußen zu sein, dass wir (wie schon die letzten Wochenenden) wieder unterwegs waren.

Dieses Mal wieder an der Schwarzwaldhochstraße. Vom Parkplatz Ruhestein ging es mit dem Sessellift die ersten Höhenmeter bequem bergauf. Da wir zusammen mit Freunden, deren jüngere Tochter erst vier ist, auf Tour gingen, war das die bessere Wahl.

Von dort aus geht es weitgehend eben und leicht zu laufen Richtung Hütte. Dem guten Wetter geschuldet, war natürlich gut was los… Aber es war gerade noch OK. Es wollten eben nicht nur wir die letzten Sommertage (die genau genommen keine sind) nutzen. Bei der Hütte ist man zügig, es sind nur ca. 3 Kilometer bis dort.

Den Zeitpunkt fürs Mittagessen hatten wir wohl gut erwischt, wir mussten nicht allzu lange warten und bekamen auch einen Sitzplatz auf der Terrasse. Das Essen war lecker und reichlich – Maultaschen, Würstchen mit Kartoffelsalat, Linsen und Spätzle und Spaghetti Bolognese gab’s bei uns. Frisch gestärkt ging’s weiter Richtung Wildsee.

Große Freude vor allem beim Hund. Endlich weniger Leute um uns, Leinen frei für ihn 😊. Auch hier sind die Wege wie auf der ganzen Wanderung meist schmal, abwechslungsreich und wirklich schön. Große Höhen überwindet man kaum, meist ist es eben. Lediglich der Abstecher an den See führt leicht bergab und lohnt sich. Im Wasser spiegelt sich der Wald, es ist sehr idyllisch (auch wenn hier wieder mehr los war).

Nach trinken (Hund) und spielen (Kinder) liefen wir auf wurzeligen Fußwegen weiter bergauf. Schließlich landet man wieder an der Infotafel in der Nähe des Sessellifts. Von dort geht es nur noch über die Wiesen runter und zurück zum Parkplatz.

Vorfreude

Mögen die Planungen beginnen!

Seit gestern ist es nun ganz, ganz offiziell: Wir werden nächstes Jahr nochmal Erlternzeit haben. 🙂 Nein, nicht was ihr denkt…weiteren Familienzuwachs gibt es nicht.

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Was soll das?

Ja, der Schul- und Arbeitsalltag hat uns wieder. Ballett und Klavier haben wieder begonnen. So ein bisschen geregelte Tage sind auch nicht schlecht 😉 Großes Event, vor allem für sie: Die Kleine wurde eingeschult. Wir sind also endgültig keine Kindergarten-Eltern mehr. Ab jetzt nur noch Schule, bis die Kinder ausziehen…😋

In der Arbeit hat sich bei mir in sofern ein bisschen etwas geändert, dass ich nur noch 50% arbeite. Da wir für ein Kind keinen Platz in der ergänzenden Betreuung bekommen haben, ging das nicht anders. Ein Thema, über das ich mindestens einen Artikel schreiben könnte. Ich fasse mich kurz…

Da wollen sie, das Mütter arbeiten gehen. Und wenn sie es dann tun und auf Betreuung in dieser Zeit angewiesen sind, werden trotzdem die zu knappen Plätze nicht nach sozialen Kriterien vergeben. Bei Nachfrage hört man auf dem zuständigen Amt nur ein lapidares „Das hätten Sie sich früher überlegen müssen.“ Was denn? Das mit dem Kind? Mit dem arbeiten?

Ändern ließ sich aber nichts. Klar, Ämter sind ja bekannt für Flexibilität und das Bemühen, den Leuten zu helfen… Nicht. Also haben wir zumindest die Kinder getauscht, den Großen raus aus der Betreuung (er hat wenigstens etwas mehr Unterricht und kann AGs besuchen) und die Kleine dafür rein in die Betreuung. Das zieht alle möglichen Komplikationen nach sich. Wie dass der Große der einzige in seinem Jahrgang ohne Betreuungsplatz ist, da es damals noch eine Gruppe mehr gab und alle einen Platz bekamen. In der Pause vor der Mittagsschule darf er nun trotzdem in die Betreuung gehen, zum Glück. Die ihn ist es trotzdem schade. Er ging gerne da hin und hat mich etwas Zeit mit seinen Freunden verbracht. Durch die Mittagsschule und AGs kommt er nun wenigstens nicht jeden Tag um Viertel nach zwölf heim – da wäre arbeiten ja gar nicht möglich.

An sich frage ich mich bei all dem mal wieder, warum das (Schul-)System so suboptimal ist. Wir wohnen doch in einem Land, wo soviel möglich wäre. Aber es ist ja nur Bildung…

Nachtrag Schweiz 2018 – Tag 10: Diese Tour darf nicht fehlen.

Motta Naluns – Fuorcla Champatsch (2730 m) – Fuorcla Spadla (2726 m) – Alp Spadla – Sent

Strecke: 13,3 km
Höhenmeter: ca 800 hm hoch, 1100 hm runter

Nun ist es zwar schon über eine Woche her, aber dieser Tag war so schön und auch so anstrengend, dass er hier auf jeden Fall dazu muss.

Wir haben recht lange hin und her überlegt, ob wir diese Tour machen sollen oder nicht. Dass sie anspruchsvoll wird, war klar – andererseits lief es bisher so gut und die Wettervorhersage wieder mal top. Also gingen wir es an.

Mit der Gondel ging es wieder bis Motta Naluns hinauf und dort zunächst ein Stück auf dem schon bekannten Weg bergan. Dann hält man sich aber rechts und geht immer weiter hoch. Über Kuh- und Schafweiden (wir haben dazu gelernt und hielten so viel Abstand wie möglich) geht es immer steiler bergauf. Auch die Höhe merkt man irgendwann durchaus.

Belohnt wird man mit einem Blick auf die Berge um und vor einem, die von Grau über schwarz grün bis rostrot richtig bunt sind. Mondlandschaft. Die Kinder haben sich nicht ein einziges Mal beschwert. Sie scheinen zum einen ihren eigenen Lauf-Rhythmus gefunden zu haben und zum anderen waren sie begeistert am Steine sammeln. Übrigens einer der Gründe warum der Große nen eigenen Rucksack trägt 😉.

Fly me to the moon – ah, wir sind ja schon da.

Oben auf ungefähr 2700m bietet sich dann ein wirklich tolles Panorama.

Ähnlich steil gehts auf der anderen Seite wieder bergab. Wir beschlossen, allerdings nicht wieder ganz nach unten zu laufen und anschließend wieder auf 2700m hoch, sondern kürzten quer über die Hänge ab. Einige Geröllfelder später war klar, dass wir zwar Höhenmeter gespart hatten, allerdings keine Zeit https:-). Anstrengend war es eh, aber wieder wurden belohnt. Der Große fand neben vielen kleinen Fundstücken einen tollen Bergkristall/Quarz und zweimal sahen wir Gämsen in einiger Entfernung springen. Die Kinder hielten sich nach wie vor super. Angekommen auf dem zweiten Pass legten wir erst mal eine Mittagspause ein und machten uns dann auf den langen Weg nach unten.

Das alpine, felsige Umfeld verlässt man recht schnell und geht dann über grasige Hänge und Weiden weiter ins Tal.

Irgendwann werden die Fußwege zu Schotterwegen und man kommt im Wald an. Ab hier wird es etwas zäh…Aussicht gibts quasi keine, wegen der Bäume. Der Weg führt recht gerade stetig abwärts und das Kilometer für Kilometer. Wir hatten riesen Glück und Hund sei Dank. Wir trafen ca. eine Stunde Gehzeit von Sent entfernt eine andere Hundbesitzerin im Wald. Die Hunde verstanden sich gut, wir unterhielten uns ein bisschen und es stellte sich heraus, dass sie zwar seit Jahrzehnten in Sent wohnt, aber ursprünglich aus Heidelberg kommt, was ja nun wirklich nicht weit von unserem Zuhause liegt. 🙂 Die Welt ist einfach immer wieder klein. Auf das Angebot uns mitzunehmen bis nach Sent (ihr Auto parkte nur ein kleines Stück entfernt) gingen wir sehr gerne ein. Vielen Dank auch hier nochmal!

So fuhren wir entspannt bis nach Sent (der Weg blieb so gerade und langweilig, wie schon das letzte Stück) und konnten dort sogar noch den früheren Bus bis zurück nach Scuol nehmen.

Die tollsten Fundstücke – stolze Kinder